#1 Warum die Arbeit an deinen Schwächen vergeudete Lebenszeit ist (und was dich stattdessen wirklich weiterbringt) + FREEBIE

Bestimmt kennst Du das aus der Schule: Einige Fächer lagen dir einfach. In anderen Fächern warst Du nicht so gut. Vielleicht warst Du in manchen Fächern sogar richtig schlecht. Und dann hieß es: „An der 5 in Mathe musst Du aber noch arbeiten.“ Nach der Schulzeit hast Du zwar die Freiheit dich auf die Dinge zu konzentrieren, die deinen Neigungen und Talenten entsprechen. Aber auch dann wirst Du immer wieder merken, das Du nicht alles gleich gut kannst. Und das ist vollkommen in Ordnung. Schwierig wird es meistens nur dann, wenn Du selbst (oder andere) von dir verlangen, an deinen vermeintlichen Schwächen zu „arbeiten“.

Der Mythos vom „Beseitigen der Schwächen“

Es ist ein Irrglaube, dass wir nur lange genug an unseren Schwächen „arbeiten“ müssten um sie in Stärken zu verwandeln. Und überhaupt: Was heißt das eigentlich, wenn wir von den Begriffen „Schwächen“ und „Stärken“ sprechen? Viele vermeintliche „Schwächen“ formen sich erst durch persönliche Abneigungen. Denn Dinge die man nicht mag, macht man meistens nicht oft und durch die fehlende Übung nicht besonders gut. Somit könnte man bei „Schwächen“ von Abneigungen und bei „Stärken“ auch von Talenten, Begabungen oder Vorlieben sprechen.

Warum die Formel Schwäche + Fleiß = Stärke nicht funktioniert

Und dies ist bereits einer der Hauptgründe, warum es sich nicht „lohnt“ an deinen Schwächen zu arbeiten. Der Aufwand, den Du in die Verbesserung deiner Schwächen stecken müsstest, um durchschnittlich zu werden ist enorm. Ob Du jemals gut darin wirst, steht auf einem ganz anderen Blatt. Und dann quälst Du dich auch noch die ganze Zeit, während Du an deinen Schwächen arbeitest. Einfach nur ätzend.

Was Du stattdessen tun solltest

Investiere in deine Stärken! Jede Minute, die Du in die Verbesserung deiner Stärken steckst, katapultiert dich mit relativ wenig Aufwand schnell weit nach vorn. Bleibst Du dran und investierst die oft zitierten „10.000 Stunden“ Übungszeit, kannst Du sogar exzellent werden. Und im Idealfall hast du auch noch eine Menge Spaß dabei. Klar: Auch die Dinge, die Du zu deinen „Stärken“ zählst, werden dir nicht immer Spaß machen. Aber deutlich mehr als die Sachen, die dir überhaupt nicht liegen.

Achtung Falle: Heißt das, dass Du gar nicht mehr an dir arbeiten solltest?

Wenn Du bis hierher gelesen hast, denkst Du dir jetzt vielleicht: „Super Laura! Dann kann ich mich ja jetzt zurücklehnen und meine Schwächen einfach ignorieren.“ In vielen Bereichen ist das auch richtig. Und zwar in denen, in denen deine Schwäche keinem anderen Menschen schadet.

Bsp.: Du hast keine Entertainer-Qualitäten. Auf Partys und Familienfeiern hältst Du dich lieber im Hintergrund oder führst Gespräche mit einer Person statt mit einer Gruppe von Leuten. Kein Problem. Andere Menschen lieben es ganze Gruppen von Menschen mit ihren Anekdoten zu unterhalten. Keiner kommt zu Schaden, wenn Du nur zuhörst und über die Witze anderer lachst. Anders sieht es allerdings aus, wenn Du eine Schwäche hast, durch die andere Menschen zu Schaden kommen.

Bsp.: Du nimmst es mit der Wahrheit nicht so genau. Dadurch verlieren geliebte Menschen in deinem Umfeld ihr Vertrauen in dich und deine Beziehungen leiden. In diesem Beispiel schadet dein Verhalten anderen Menschen und letztlich auch dir selbst. In einem solchen Fall lohnt es sich, genauer hinzuschauen welche Ursachen hinter deinem Verhalten liegen könnten und es zu ändern. Zumindest wenn Du gerne weiterhin vertrauensvolle Beziehungen zu anderen Menschen in deinem Leben haben möchtest.

EXTRA: Bonus-Tipp

Die Welt ist bunt: Deine Schwäche ist die Stärke eines anderen und umgekehrt! Wenn Du z.B. merkst, dass dir Buchhaltung nicht liegt oder jemand anderes handwerklich begabt ist und Du nicht, bitte um Hilfe (und biete deine Hilfe im Gegenzug an). So wird eine echte Win-Win Situation draus und alle machen das, was ihnen Spaß macht.

Sterbe nicht als Kopie, sei ein Original

Erkenne deine Stärken und fordere dich selbst in ungewohnten Situationen außerhalb deiner Komfortzone heraus. Vor allem aber: schließe deinen Frieden damit, dass Du nicht alles kannst. Das musst Du auch nicht.

Jeder ist ein Genie!
Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst,
ob er auf einen Baum klettern kann,
wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.“

Albert Einstein

EXTRA: Freebie für Dich!

Es kann sehr hilfreich sein und Kraft schenken, sich seiner Stärken bewusst zu werden. Bei den Dingen die dir liegen UND Spaß machen lohnt es sich zudem darüber nachzudenken wie Du sie in deinen Alltag integrieren kannst. Lad dir gern unter „FREEBIES“ das Worksheet „Stärken“ herunter, um dir deiner Stärken bewusst zu werden.